Fehler die Anfänger beim Trading vermeiden sollten

Wer gerade erst mit einer beliebigen Aktivität anfängt, ist darin unweigerlich meist schlechter als jene, die sie schon länger ausführen. Das ist oft mit Verlusten verbunden – im Tennis etwa verliert man erst einmal reihenweise, während man erst das nötige Handwerkszeug erlernt. Im Sport ist es auch nicht schlimm, wenn man zunächst nicht die besten Entscheidungen trifft und eher verliert als gewinnt.

Bei anderen Aktivitäten kann sich das jedoch gleich ganz anders auswirken. Ein sehr einsichtiges Beispiel hierfür ist das Trading, wobei es immerhin um Geld geht. Wenn man hier zu Beginn schlechte Entscheidungen trifft, heißt das unvermeidlich, dass man Geld verliert oder zumindest deutlich weniger Profit macht, als möglich wäre. Auch in letzterem Falle ärgert man sich zumeist, oder freut sich nur wenig, weil man in gewisser Weise Glück im Unglück hatte. Wie aber vermeidet man diese Anfängerfehler und streicht von Beginn an gute Gewinne ein?

Häufige Fehler beim Trading mit dem Etoro Demokonto

Ein erster Schritt, um einen Fehler zu vermeiden, ist, ihn zu erkennen. Daher sollen hier einmal die Fehler genannt werden, die beim Trading am häufigsten zu niedrigen Gewinnen oder gar Verlusten führen. Dabei werden unabhängig von der Art der Investments wie auch von der Plattform, über die man sich etwa bei über gewisse Themen informieren kann, von Amateuren beim Trading immer wieder dieselben Fehler gemacht.

Überteuerte Investments

Oft investiert man in Dinge, die bereits überbewertet oder zumindest sehr hoch bewertet sind. Diese Anlagen steigen in der Regel nur noch wenig im Wert oder fallen gleich direkt. So denkt man, man hätte glänzende Aussichten, und hat letztendlich nur zu einer Blasenbildung im Kleinen beigetragen.

Zu wenig Diversifizierung

Wer nur in wenige Güter investiert, hat nur wenige Möglichkeiten, Gewinne zu machen. Zudem ist es hier noch häufig so, dass man in einige ähnliche Firmen investiert, die auf Grund von strukturellen Veränderungen in vielen Fällen zugleich im Wert fallen oder steigen. So geht man ein größeres Risiko ein, indem man nur in wenige Unternehmen oder Branchen investiert, gerade wenn diese als möglicherweise sehr gewinnstark gelten.

Irrationale Investments

Gerade am Anfang seiner Karriere als Investor ist man noch grün hinter den Ohren und sehr naiv. Oft überschätzt man sich zudem. So kann es passieren, dass man Investments macht, die sich nicht auf Grund der harten Zahlen empfehlen, sondern die man auf Basis anderer Faktoren gewählt hat.

Schlechtes Timing

Neue Investoren haben meist noch nicht den rechten Riecher dafür, wann man etwas kaufen oder verkaufen sollte. Die Kaufproblematik wurde bereits unter dem ersten Punkt behandelt, aber man kann sich mit wenig Erfahrung auch leicht dabei verschätzen, wann man etwas am besten verkaufen sollte, um den größtmöglichen Gewinn einzustreichen.

Fehler vermeiden

Wer seine Fehler erkannt hat, muss in einem nächsten Schritt dafür sorgen, dass er sie nicht noch einmal macht, und selbst wer sich ihrer noch nicht schuldig gemacht hat, kann vorbeugende Schritte unternehmen, wenn er mögliche Fehlerquellen identifiziert hat. Wie aber kann man die oben beschriebenen häufigen Fehler beim Trading effektiv vermeiden?

Keine überteuerten Investments mehr machen

Wie oben bereits beschrieben, machen unerfahrene Investoren häufig den Fehler, dass sie etwas kaufen, das bereits sehr hoch bewertet oder gar überbewertet ist und somit im Wert nur noch marginal steigt oder gar fällt. Das kommt besonders häufig vor, wenn man Dinge kauft, die in den letzten Tagen sehr stark an Wert gewonnen haben und möglicherweise sogar auf einem Allzeithoch stehen. Diesen Fehler aber kann man recht leicht vermeiden.

Ein erster Schritt zur Vermeidung überteuerter Investments ist, sich immer vor dem Kauf die harten Zahlen anzusehen. Hier geht es etwa um das Kurs-Gewinn-Verhältnis. Dieses gibt an, in welcher Relation der aktuelle Kurs des Unternehmens zum Gewinn im Buch steht. Ebenso kann man sich pauschal vornehmen, nichts zu kaufen, das aktuell auf einem Allzeithoch steht. Hiermit wird man in den meisten Fällen richtig liegen. Ein weiterer Schritt ist, sich bei seinen Käufen immer nach den Empfehlungen von Spezialisten zu richten. Wenn diese vom Kauf abraten, tut man gut daran, sich an diese Empfehlung zu halten. Einschätzungen von Profis zu vielen relevanten Papieren findet man bei zahlreichen kostenlosen und kostenpflichtigen Portalen, die sich auf die Finanzmärkte fokussieren.

Eine angemessene Diversifizierung

Oft nimmt man als neuer Anleger unnötige Risiken auf sich, weil man sein Anlagevermögen nicht weit genug streut. So investiert man in zu wenige oder zu ähnliche Produkte. Besonders häufig kommt das vor, wenn man in einzelne Aktien investiert. Hier ist das Risiko ohnehin recht hoch, weil Aktien per se sprunghafter sind als zum Beispiel Anleihen. Aber auch diesen Fehler kann man leicht umgehen. So kann man auch nicht auf Betrug reinfallen.

Für eine besonders breite Streuung investiert man am besten nicht in einzelne Finanzinstrumente, sondern besser in Fonds. Hier haben schon die Profis, die diese Fonds managen, dafür gesorgt, dass das Risiko möglichst gering ist, indem sie in viele unterschiedliche Unternehmen investiert haben. Auch wenn sich ein Fonds oft immer noch auf eine bestimmte Region oder Branche bezieht, hat man so ein geringeres Risiko als bei einzelnen Aktien. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, investiert in viele unterschiedliche Fonds. Auf diese Weise umgeht man auch das Risiko, dass es einmal für eine gesamte Branche schlechter aussehen könnte, wie es beispielsweise seit dem Dieselskandal der Autoindustrie ergangen ist.

Investieren mit dem Kopf statt mit dem Herzen

Bei einem erfolgreichen Investment zählen am Ende die Zahlen. Alle Investoren wissen das, und trotzdem kommt es häufig vor, dass man etwas kauft, weil ein Unternehmen gute „weiche“ Daten präsentieren kann, oder weil man dem charismatischen Geschäftsführer trotz wenig berauschender Zahlen viel zutraut. Mit dieser Strategie aber macht man am Ende des Tages keinen oder nur wenig Gewinn verglichen mit dem Profit, den rationale Investoren einstreichen können. Um die besten Gewinne erzielen zu können, muss man also rational sein – so viel ist klar. Wie aber wird man zum kühlen, berechnenden Investor?

Zunächst einmal ist es wichtig, dass man beim Traden am Finanzmarkt auf seinen Kopf hört und nicht von seinen Emotionen ablenken lässt. Zudem ist auch hier ebenso wie bei der Diskussion zu überteuerten Investments das A und O Information. Wenn man nicht weiß, welche Unternehmen die besten Gewinnaussichten bieten, kann man in diese auch kein Geld investieren. Daher sollte man die relevanten Kennzahlen berechnen und die Empfehlungen der Profis überwachen.

Zur richtigen Zeit verkaufen

Als guter Investor hat man hoffentlich immer wieder viele Aktien etc. im Portfolio, die im Moment kräftig steigen. Dann hofft man häufig, dass diese auch in Zukunft noch weiter steigen, und hält sie zunächst. Wenn die Kurse aber zu fallen beginnen, denkt man sich häufig, dass dies nur eine kurze Unterbrechung der Wertsteigerung ist, und verkauft den Posten noch nicht. Ähnliches kommt oft vor, wenn man etwas gekauft hat, das inzwischen einen Wert unter dem Kaufpreis erreicht hat. Diese Produkte halten viele Investoren trotzig in der Hoffnung, doch irgendwann noch einen Gewinn machen zu können.

Um diesen häufig gemachten Fehler zu vermeiden, ist es wichtig, dass man ein vorsichtiger Investor bleibt und sich nicht selbst überschätzt. Wenn eine Aktie in einer Gewinnserie kurz einmal an Wert verliert, ist das nicht schlimm, aber sobald sich die Anzeichen mehren, dass der Wertverlust sich fortsetzt, sollte man sie verkaufen, bevor man Verluste macht. Ebenso muss man sich Fehler eingestehen können und gescheiterte Investments aufgeben, um den zugegebenermaßen unzufrieden stellenden Erlös effizienter neu investieren zu können.