Sportwetten mit Bitcoin – Ist das möglich?

Bitcoin finden immer mehr ihren Weg in das öffentliche Bewusstsein. Seit ihrer rasanten Wertsteigerung im Januar dieses Jahres hat wohl jeder, der regelmäßig einmal die Nachrichten schaut, schon von dieser Kryptowährung gehört. Auch wenn Bitcoin zum Ende dieser Blasenbildung hin auch wieder enorm an Wert verloren hat, ist es doch bekannt und hat sich seinen Platz unter den anerkannten Währungen und Investitionsgütern erarbeitet. Zunehmend wird Bitcoin auch als Zahlungsmittel genutzt – wer gerne dem Glücksspiel frönt, fragt sich schon, ob man auch seinen Einsatz mit Bitcoin machen kann. Das ist unter anderem bei Sportwetten, über die man sich etwa über 10bet informieren kann, durchaus möglich.

Wie funktioniert Bitcoin?

Bitcoin ist eine Kryptowährung. Wie alle anderen Währungen dieser Art basiert auch Bitcoin auf Algorithmen. Diese müssen aber erst einmal mit Daten gefüttert werden, die sich aus der Internetnutzung ergeben. Ohne Internet könnte es also auch keine Kryptowährungen geben. Mit Hilfe der Algorithmen werden die Daten in einem komplizierten Prozess ausgewertet, der sehr viel Rechnerleistung verbraucht. Das nennt sich „Mining“. Am Ende des Algorithmus stehen die eigentlichen Bitcoins, die sich hier in Form von sogenannten digitalen Münzen oder Coins finden. Diese werden durch den Algorithmus erst „geschürft“, beginnen also hier erst zu existieren.

Die Anzahl der Bitcoins, die insgesamt geschürft werden können, ist auf 21 Millionen begrenzt. Je mehr Daten produziert werden und je mehr Rechenleistung für Bitcoin zur Verfügung steht, desto schneller können alle 21 Millionen dieser Münzen auch letztendlich geschürft werden. Bisher ist nur ein kleiner Teil davon verfügbar. Die begrenzte Anzahl der Münzen hat auch einen messbaren Effekt auf ihren Wert. Wer ein wenig von den Gesetzen von Angebot und Nachfrage versteht, der weiß, dass der Wert eines Gutes im Prinzip bis ins Unermessliche steigen kann, wenn es stark nachgefragt wird, aber nur begrenzt verfügbar ist. So kann ein Bitcoin sehr wertvoll werden. Die aktuell schwankende Nachfrage bedingt aber auch die erheblichen Kursschwankungen bei Bitcoin.

Bitcoin als Zahlungsmittel

Zunehmend etabliert sich Bitcoin auch als Zahlungsmittel. Damit eine Währung wirklich vollwertig ist, muss sie als Vermögensanlage, als Recheneinheit sowie als Zahlungsmittel nutzbar sein. Bitcoin lässt sich aktuell komfortabel als Zahlungsmittel nutzen, ist aber eine recht riskante Vermögensanlage und kann als Recheneinheit nur sehr begrenzt genutzt werden, da die Kurse so stark schwanken. Hauptsächlich nutzen Bitcoin heute risikobereite Anleger sowie Menschen, die etwas bezahlen möchten. Es bieten zum Beispiel bereits einige Bars, Hotels und Restaurants an, dass man seine Rechnungen in Bitcoin begleicht.

Transnationalität

Aber auch für Transaktionen zwischen Privatleuten erfreut sich Bitcoin zunehmend großer Beliebtheit. Das liegt vor allem daran, dass man Bitcoin nahezu von jedem Ort aus kaufen und verkaufen kann, während man bei klassischen Währungen mit Devisen eher wenig anfangen kann. Nicht nur lässt sich Bitcoin von überall aus nutzen, man kann damit auch leicht transnationale Überweisungen tätigen. Im Gegensatz zu klassischen Banken nimmt das Bitcoin-System dafür keine Gebühren, was diese Alternative sehr attraktiv macht. Weiter ist es so, dass man bei einer traditionellen Überweisung außerhalb des SEPA-Raumes eine gewisse Wartezeit in Kauf nehmen muss. Bitcoin hingegen werden fast unmittelbar von einem Nutzerkonto auf ein anderes übertragen.

Komfort und Anonymität

Bitcoin ist ein sehr angenehmes Zahlungsmittel. Diese Einschätzung erwächst dadurch, dass Bitcoin eine sehr unbürokratische Überweisung nahezu in Echtzeit ermöglicht. Dabei befürworten die Nutzer Bitcoin als Zahlungsmittel hauptsächlich, weil man damit relative Anonymität genießt. Man braucht bloß ein Benutzerkonto bei einem der Anbieterportale, und schon kann es losgehen. Die Überweisung mit Hilfe von Bitcoin ist insofern unbürokratisch, als direkt ein Protokoll angefertigt wird, das im System gespeichert und den beiden Transaktionspartnern zugänglich gemacht wird. Damit verzichtet man bei Bitcoin auf eine zentrale Stelle, die die Daten verifizieren muss, da die Daten gleich vom Vorgang übernommen werden.

Der Reiz von Bitcoin

Bitcoin ist vor allem für Anleger reizvoll, die mit ihrem Geld hohe Profite einstreichen wollen und dafür auch bereit sind, ein hohes Risiko in Kauf zu nehmen. Aber auch, wer nicht bei all seinen Transaktionen auf das traditionelle Bankensystem angewiesen sein möchte, mag Bitcoin. Im Gegensatz zu etablierten Banken wird Bitcoin nämlich nicht von einer zentralen Stelle wie etwa einer Zentralbank oder einem Staat überwacht. Vielmehr wurde hier ein dezentrales System geschaffen, in dem die Nutzer der Währung autonom agieren können.

Anbieter von Wetten mit Bitcoin: 1xbet

Inzwischen bieten wirklich viele Anbieter von Sportwetten ihren Kunden die Möglichkeit, ihren Wetteinsatz in Bitcoin einzuzahlen. Dazu zählen zum Beispiel die deutschsprachigen Portale 1xbet und Intertops. Ebenso kann man Wetten mit Hilfe von Bitcoin bei Netbet und CloudBet platzieren. Diese Auflistung erhebt nicht den Anspruch, vollständig zu sein – wenn man also schon bei einem Wettanbieter ein Konto hat, kann es sich durchaus lohnen, dort einmal zu schauen, ob man bei diesem Anbieter auch seine Bitcoins nutzen kann.

Konditionen bei Sportwetten mit Bitcoin

Im Grunde genommen sind die Konditionen bei Wetten mit Bitcoin genau gleich wie bei anderen Einzahlungsmethoden. Hierbei entstehen aber bei der Einzahlung keine Transaktionskosten, weshalb manche Anbieter Kunden, die ihren Einsatz in Bitcoin zahlen, einen Bonus bieten.

Das Wechselkursrisiko

Die Bitcoins, die man auf sein Konto einzahlt, werden dort in der Regel unmittelbar in Euro umgerechnet. Auch wenn man seinen Gewinn abheben möchte, findet man diesen zunächst in Euro vor. Man muss also zweimal den Wechselkurs einer klassischen Währung in Bitcoin nutzen. Das stellt selbstverständlich ein zusätzliches Risiko dar. Wie bei jedem Risiko mit einem Finanzprodukt heißt das aber im Umkehrschluss, dass man auch besonders große Gewinne machen kann. So kann man die Bitcoins bei einem niedrigen Kurs einzahlen und die Auszahlung bei einem hohen Kurs machen. Ebenso kann man aber auch bei einem hohen Kurs einzahlen und bei einem niedrigen Kurs die Auszahlung erhalten, sodass man im Endeffekt Geld verliert. Man hat also hier im Grunde genommen eine Sportwette und eine ohnehin riskante Bitcoin-Investition in einem.

Was ist mit der Wettsteuer bei Sportwetten mit Bitcoin?

Die Wettsteuer wird seit ein paar Jahren bei jedem Gewinn in Folge einer Sportwette in Deutschland abgeführt. Sie beträgt 5% und wird direkt vom Buchmacher gezahlt. Dieser kann sie preislich durch schlechtere Quoten an seine Kunden weitergeben, oder er nimmt in Kauf, dass sich dadurch seine Gewinne schmälern.

Die Anonymität der Bitcoins

Die Wettsteuer wird jedoch nur von Spielern aus Deutschland gezahlt. Das ermöglicht es den Spielern theoretisch, sie zu umgehen. Wer mit Bitcoins wetten möchte, braucht nichts weiter als eine E-Mail-Adresse. Daher ist es vielen Spielern ein Leichtes, durch die Wahl ihrer E-Mail-Adresse dem Anbieter zu suggerieren, sie seien nicht aus Deutschland. Bei einigen Anbietern ist das aber wie bereits gesagt irrelevant, da sie die Wettsteuer in voller Höhe selbst tragen und so auf einen Teil ihres Gewinns verzichten.

Fazit

Mittlerweile kann man bei vielen Portalen für Sportwetten auch mit Bitcoins seinen Wetteinsatz machen. Dabei muss einem aber klar sein, dass die Bitcoins in eine klassische Währung umgewandelt werden und man also auch vom Wechselkurs abhängig ist. Somit ist eine Wette mit einem Einsatz aus Bitcoins doppelt riskant. Klassische Anbieter wie Tipico haben diese noch nicht im Portfolio.

Indes kann man sich als Spieler mit Bitcoins bei manchen Buchmachern einen kleinen Vorteil sichern, die bei Einzahlungen mit Bitcoins auf Grund des Wegfalls der Transaktionskosten einen kleinen Bonus gewähren. Wer besonders gewitzt ist, kann bei einem Einsatz von Bitcoins theoretisch sogar die Wettsteuer umgehen, die für deutsche Spieler im Falle eines Gewinns in Höhe von 5% fällig wird.